23
Mär
2020

Überleben im Homeoffice - ein Erfahrungsbericht

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Für die meisten Menschen, für die das Thema Home Office bzw Fernarbeit jetzt ganz neu ist, sind die ersten Sorgen oft: "Wie kompliziert wird die Einrichtung sein? Wie viel von meiner Bürofunktionalität werde ich verlieren?"

Der Zugriff auf das Firmennetz über VPN (Virtual Private Network) und eine Cloud-basierte Telefonielösung können hier, zumindest oberflächlich betrachtet, zunächst eine Menge dieser Bedüfnisse erfüllen.

Sei es die Verwendung eines Softphones auf einem Laptop, eines Bluetooth oder DECT-Headsets, eines Mobiltelefons oder des eigenen Tischtelefons – sie alle bieten unterschiedliche Vorteile bei der Arbeit zu hause.

Die eigentliche Herausforderung liegt aber oft in ganz anderen Bereichen, die aus völlig verschiedenen Bereichen kommen, die Arbeit von zu Hause deswegen aber nicht weniger kompliziert gestalten:

  • Koordinierung/Synchronisierung mit Kollegen
  • Mobilität zu Hause
  • Hintergrundgeräusche
  • Verfügbarkeit
  • Einrichtungszeit und –komplexität
  • Die Kinder beschäftigt halten

Hinzu kommt in der gegenwärtigen Situation viele neue Probleme. Zum Beispiel gibt es unter Umständen ab sofort zwei Personen im Home Office! Dies in Kombination mit Kindern macht die Sache noch ein wenig trickreicher. Denn jetzt muss auch noch folgendes bedacht / geplant werden:

Wer arbeitet wann? Ist es überhaupt möglich, feste Arbeitszeiten zu haben? Und wie sieht es mit Flexibilität aus? Funktioniert das? Viele Menschen finden im Moment sicher gerade ihre ganz eigenen Lösungen für diese Probleme.

Aber wenn es eine Sache gibt, die wirklich zur Lösung beitragen kann, dann ist es die richtige Hard- und Software.

Als die Mitarbeiter von Snom aufgefordert wurden, ihr Büro nach Möglichkeit mit nach Hause zu nehmen, packte ich mein Snom D375 Tischtelefon, ein Ethernet-Kabel und ein Netzteil, einen Snom A210 WiFi-Stick und meinen Laptop ein und ging nach Hause.

Der Einfachheit halber leitete ich meine Arbeitsanrufe auf mein Mobiltelefon weiter. Das war so lange in Ordnung, bis ich anfing, Konferenzgespräche zu führen, bei denen ich einen enormen Abfall der Audioqualität bemerkte.

Nun war es also an der Zeit, mein D375 einzurichten und die Vorteile der überragenden Audioqualität und den Komfort eines großartigen Lautsprechertelefons zu nutzen.

Das nächste Problem, nachdem ich die Kurzanleitung für den A210 gelesen hatte, war, dass ich den Menüpunkt "Netzwerk" in den Settings meines D375 nicht finden konnte.  Das Netzwerk einzutragen ist jedoch unerlässlich für die Einrichtung des A210. Kurz überlegte ich ob ich dann doch auf das LAN Kabel umsteigen sollte, um das Telefon mit meinem Router zu verbinden, verwarf diesen Gedanken aber schnell –  der Router im Flur hätte entweder viele Unfälle oder eine sehr iunteressante Umgestaltung meines Arbeitsbereiches bedeutet. Hmmm. Zurück zum A210. Ich kontaktierte unsere IT-Admins (sie hatten doch wahrscheinlich ohnehin nicht viel zu tun, nicht wahr!?) und fand heraus, dass mein Telefon im "Benutzer"- und nicht im "Administrator"-Modus angemeldet war. Sinnvoll, aber in diesem Fall störend. Also wurde mein Telefon remote kurz auf Administrator geschaltet, mein WLAN ausgewählt und voila! mein Tischtelefon ist nun mit unserem Cloud-Netzwerk verbunden. Ganz einfach. Die nächsten paar Anrufe waren im Vergleich zu der etwas halligen Version mit dem Smartphone ein Traum, gute Audioqualität und der Komfort eines guten Lautsprechers sowie der Zugang zum schnellen Adressbuch unseres Unternehmens.

Nächste Herausforderung: Ein Raum als Büro mit nur einem Schreibtisch und zwei Kindern.

Die elterlichen Aufgaben müssen geteilt werden, und das bedeutet Hot-Desking, aber meine bessere Hälfte hat eine völlig andere Arbeitsausrüstung für den Filmschnitt. Das bedeutet, dass ich in der Lage sein muss, alles auf den Küchentisch zu stellen, um E-Mails und laufende Diskussionen über unser Firmenkonto Slack zu überwachen und (nebenbei!?) die Kinder zu unterhalten und zu versorgen.

Lösung:

Ich habe also eine Steckdosenleiste mit meinem Snom D375 und meinem Laptop, die daran angeschlossen sind. Schließen Sie den Laptop, legen Sie das IP-Telefon darauf, ziehen Sie den Stecker aus der Steckdose, stecken Sie ihn wieder ein und hey-presto, alles ist wieder einsatzbereit! Ein wirklich mobiles Büro.

Natürlich ist noch nicht alles final und noch nicht alles optimal eingerichtet, aber gerade in diesen Zeiten bin ich wirklich froh in einer Telekommunikationsfirma zu arbeiten, für die mobiles arbeiten immer auch ein Thema war.

Jason Green

Snom Media Kontakt

Peter Link
united communications GmbH
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